Amerikanische Sitten und Unsitten
Das erste was einem auffällt wenn man am Flughafen in einen Flieger in die USA einsteigt sind die extremen Sicherheitsmaßnahmen und dann die fetten Brilliant-ringe an den Händen der Frauen. In Amerika geben die Männer üblicherweise eine menge Holz für einen Verlobungsring aus. Für so ein Prachtstück werden teilweise mehrere Monatsgehälter veranschlagt. Der eigentliche Ehering ist dann nur ganz klein daneben und man trägt sie auf dem linken Ringfinger..
Und dann ist da der typische amerikanische Muskelmann, ganz durchtrainiert vom gewichtheben, mit engem T-shirt und Baseball Cappi tief ins Gesicht gezogen oder womöglich falschrum auf. Eine eindeutige amerikanische Witzfigur mit unterdurchschnittlichem Selbstvertrauen.
Dabei stellt sich heraus, daß die großen Jungs gar nicht so geeignet sindd um schwere Sachen zu heben oder zu installieren, die kurzen stämmigen haben einen deutlich strärkeren Rücken.
In den USA angekommen wird von einem erwartet das man jedem Kellner im Restaurant oder jedem der einem Dienstleistungen erledigt ein gesundes Trinkgeld zukommen läßt. Im allgemeinen werden 20% der Gesamtrechnung erwartet. 10% wäre knickerig und über 20% wäre großzügig. Der Grund dafür ist, daß die Dienstleistenden nur einen minimalen Grundlohn bekommen, der eigentliche Verdienst kommt von den Trinkgeldern.
Als nächstes bemerkt man die amerikanische Besessenheit die arbeitende Bevölkerung zum stehen zu zwingen. Im Supermarkt, überall an den Kassen (keine Stehhocker erlaubt), sogar die Fahnenschwenker an den Baustellen, alle werden sie zu stundenlangem Stehen gezwungen, denn sie sind ja bezahlte Sklaven. Das ist die amerikanische Einstellung gegenüber den Angestellten.
Wissenswert ist auch das Dinge oder Geld an. Amerikaner zu verleihen bedeutet meistens soviel wie die Sachen verschenken. Es gibt nur wenige Amerikaner die geliehene Waren oder Geld wieder zurückgeben. Normalerweise kann man davon ausgehen, daß wenn man was verleiht es dann weg ist.
Jemanden direkt auf europäischer Art auf ein Problemthema ansprechen ist sehr verpönt. Damit macht man sich unbeliebt. Immer schön um den heißen Brei herumreden ist angesagt.
Höflichkeitsfloskeln wie z.B. : Call me if you need help, oder: How are you doing today, oder: I´ll be in touch, sind ebenfalls auch nur Floskeln, kein Mensch meint diese Dinge wirklich. Da muß man auf die Körpersprache achten und die generelle Haltung, ob sie einem wirklich helfen wollen oder nicht. Nicht das die Amis nicht hilfsbereit sind, teilweise sogar sehr zuvorkommend, aber eben nicht immer, da muß man das Gesamtverhalten beobachten.
Wenn man einem Ami auf europäischer Weise direkt auf ein Problem anspricht oder ihnen direkt sagt was man denkt, z.B. das man nicht der gleiche Meinung ist, dann sind sie beleidigt. Das sind sie nicht gewöhnt, dann mögen sie einen nicht mehr und denken man ist eine unfreundliche Person.
Es gibt ein paar Grundregeln wie man mit Leuten in der Öffentlichkeit spricht und jeder der einmal als Verkaufsperson tätig war kennt sie auch.
Man spicht nicht über Religion, Politik, Sex oder Geldangelegenheiten. Auch vermeidet man über Privatangelegenheiten zu sprechen. Ausserdem nervt man nicht seine Bekannten und Verwandten mit seinen Meinungen an.
Das bringt mich auf die verklemmte Einstellung der Amerikaner zum Sex und nackten Körpern. Da sind sie in der Öffentlichkeit ganz prüde, aber hinter geschlossenen Türen kann das genau das Gegenteil sein. Nennenswert ist noch die amerikanische Besessenheit mit dem Dreiersex (threesome). Jeder redet davon, jeder möchte es mal gehabt haben. Das ist ein populäres Klischee. Alle haben sie dazu etwas zu sagen und viele haben eine tolle Geschicht parat. Die Amis sind im Allgemeinen sehr verkniffen wenn es zu Sex kommt, Alle sehr reprimiert.