Reisetips:
Nachdem man in USA gelandet ist braucht man als erstes einen fahrbaren Untersatz, denn es gibt außer in Grossstädten so gut wir keine öffentlichen Verkehrsmittel und Geh- oder Fahrradwege werden auf Überlandstrassen nicht mit eingeplant. Einst unterwegs mit Auto oder Motorrad muß man Gedult walten lassen, denn denn so gut wie jede Ampel die auf einen zukommt ist auf Rot geschaltet. Von grüner Welle gibt´s hier keine Spur. Das Fahren selbst ist ziemlich einfach da die Strassen sehr großzügig angelegt sind. Man muß nur gewisse Fahrreglungen beachten die hier anders sind als in Europa. Rechts vor Links kennt hier keiner, an Stopschildern heißt es wer zu erst kommt fährt zu erst. Wenn Schulbusse ihre roten Blinksignale anschlaten heißt das anhalten und warten auf allen anliegenden Spuren. Wenn sich zwei Fahrspuren auf nur Eine verängern wird die meist die rechte Spur gezwungen sich in die linke einzuordnen, statt umgekehrt.
Eine angenehme Sache beim Reisen im Amerikanischem Westen ist das fast auf allen Flughäfen, Bahnhöfen und öffentlichen Gebäuden Trinkwasserfontänen zur freien Verfügung stehen. So lange man eine leere Flasche oder ähnlichen Behälter bei sich hat braucht man nicht zu verdursten und auch nicht teure Getränke irgendwo kaufen.
Eine weitere schöne Sache ist das in vielen Wohngegenden Tennisplätze, Basketballplätze oder Ähnliches für die Öffentlichkeit zur freien Verfügung stehen.
Andererseits ist das hier mit den Verpackungen nicht umweltfreundlich geregelt.: Pfandflaschen gibt es nicht obwohl in manchen Staaten Leergutzuschlag kassiert wird. In diesen Staaten kann man dann das Leergut an bestimmten Stellen abgeben und den Aufschlag zurückerhalten. Alles ein bischen kompliziert.
Außer in wenigen Ausnahmen sind alle Lebensmittelverpackungen zum wegwerfen gedacht.´ß
Ein Wort zur Geographie des Westens.: Der Pazifische Ozean vor der Westküste ist kalt! Man kann nur im Hochsommer ganz unten um San Diego herum mal ins Wasser springen und auch dann ist es noch kühl. Dieser kalte Ozean sorgt wie eine Klimaanlage dafür, daß es im Küstenbereich im Sommer nicht zu heiß, und im Winter nicht zu kalt wird.
Die Westküste liegt am Ring of Fire, d.h. aktive Kontinentalplattenbewegung und vulkanische Akitivitäten finden hier statt.
Etwas weiter inland kommt dann eine hohe Bergkette mit Vulkanen und seismisch sehr empfindlichen Gebirgen. Diese Bergkette (Sierra Nevada in Californien und Cascade Mountains in Oregon und nordwärts genannt) fängt fast alle Feuchtigkeit die vom Pazifik kommt ab. D.h. auf der linken Seite ist alles grün und saftig und dann auf der rechten Seite (Richtung Osten) is eine trockene Hochebene, die sogenannte High Desert (Nevada, Arizona u.s.w.). Dann noch weiter nach Osten kommen die Rocky Mountains, die sich durch den kompletten Nordamerikanischen Kontinent ziehen.
Eine Fahrt entlang der Westküste inklusive der Redwoods in Kalifornien ist schon empfehlenswert. San Franzisco ist die nenneswerteste Stadt entlang dieser Route. Im Süden sind die Gegenden um San Diego und Santa Barbara zu empfehlen sowie im Norden die Gegenden um Seattle. Der weltberühmte Yosemite Nationalpark mehr im inneren Kaliforniens ist einen Besuch wert, oder auch die Riesenbäume in Sequoia Nationalpark.
Eines der berühmtesten Reiseziele im Westen ist natürlich der Grand Canyon. Dort sind alle Berge und Landschaften mit rötlichem Gestein aller möglichen Schattierungen gestaltet. Das ist schon sehr beeindruckend und einmalig. Es ist eine ziemlich trockene Gegend und kann deshalb auch im Winter besucht werden.
Ein paar der besten Ziele in dieser Gegend des roten Gesteins sind Zion und Arches Nationalpark. Auch Yellowstone ist eine Reise wert, eine extrem schöne Landschaft mit vielen Geysern und gelbem Gesteinen.
Angenehm im Westen ist auch das die meisten Gegenden öffentlich zugängliches Land sind, sozusagen der Allgemeinheit gehören. Also wenn man jetzt z.B. eine Bergkette sieht die einen interessiert und man würde sie gerne erkunden, dann ist das in den meisten Fällen machen.
Fahrstil:
Ganz anders als in Europa!
Langsam durch dir Gegend schleichen, den ganzen Tag sich im Auto aufhalten, sich schminken oder am handy während der Fahrt, zur Durchfahrtsfressbude (drive thru), überhaupt nicht aufpassen was hinter einem passiert, einfach raus-oder rüber ziehen ohne zu gucken, das ist der Amerikanische Fahrstihl (the American way wie sie sagen).
Polizeistop:
Wenn die Polizei eine anhält schön freundlich bleiben, bloß nicht frech werden. Die haben hier so viel Macht, die können alles Mögliche mit einem machen, das will man nicht herausfinden. Dazu will ich noch sagen das wenn man angehalten wird passiert das immer von hinten. Der Polizeiwagen hat seine Blaulichter an und- oder seine Sirene oder er quatscht einen mit der Flüßtertüte an. Die werden einen nie überholen, sondern immer hinter einem bleiben. Man hält dann an wo man den Verkehr nicht aufhält und bleibt im Wagen sitzen. Nach einer Weile hat der Polizist mit seinem Computersystem die Daten über das Fahrzeug eingesehen und steigt aus und kommt von hinten angeschlichen, manchmal auch auf der rechten Seite. Der Grund dafür ist das viele Leute bewaffnet sind. Fenster herunterlassen und freundlich sein, das man aussteigt wird nicht erwartet. Das absolut Beste was man machen könnte wäre sie zum Lachen zu bringen, aber das ist wohl überall so…
Indianer Reservate:
Wenn man in ein Indianerreservat reinfährt ist das als wenn man in ein anderes Land fährt. Es gibt teilweise riesige Reservate die so groß sind wie ganze Länder. Es sind sozusagen eigenene Staaten innerhalb der Staaten mit ihren eigenen Gestzen und ihrer eigenen Polizei. Dann gibt es wieder innerhalb dieser Reservate sogenannte Munizipien (also Städte) die wieder ihre eigenen Verordnungen und Gesetze haben. Also in so einem Reservat weiß man nicht was nun erlaubt ist oder nicht, wo man z.B. übernacht parken darf… Aus den Dingern hält man sich am Besten raus. Die Indianer sind im Westen was die Schwarzen in den Südstaaten sind, sie hassen alle weißhäuten Personen, einmal eine falsche Abfahrt erwischt und man ist in einer Gegend wo man als so eine Art Aussätziger angesehen wird und Alle einen mit haßgefüllten Augen anschauen. Also wenn man auf dem Weg irgendwo hin unbedingt durch so ein Reservat fahren muß, dann am Besten auf direktester Weise und am selben Tag und hoffen, daß die Karre nicht stehen bleibt.i
Jeder Bundesstaat hat andere Gestze!:
Vor allem bei Verkehrsverordnungen gibt es überall verschiedene Vorschriften. Z.B. darf man in vielen Staaten bei Rotlicht trotzdem nach rechts abbiegen (nachdem man angehalten hat und sich versichert hat das nichts kommt), in anderen Staaten ist das untersagt. In manchen Staaten braucht man Nummernschilder hinten und vorne, in Anderen braucht man nur eins hinten (d.H. wenn man ein Auto mit nur einem Schild hinten in einen anderen Staat fährt kann man schnell mal angehalten werden). In manchen Staaten sind gefärbte Windschutzscheiben erlaubt, in Anderen nicht. Da macht man schnell mal was falsch, ohne das es einem bewusst ist.
Auch wenn es zu Feuerwaffen kommt hat jeder Bundesstaat andere Verordnungen. In manchen darf man z.B. Handfeuerwaffen offen tragen in Anderen ist das strengstens verboten.Teilweise haben auch Städte ihre eigenen Gesetze. Da muß man auch drauf gefasst sein und wenn man solchen Dinger hat sie am besten im Kofferraum ungeladen vergraben und wenn einen ein Polizist fragt ob man Feuerwaffen dabei hat einfach mit nein antworten, denn sonst gibt man ihnen einen Grund die ganze Kiste auseinander zu nehmen.
Das bringt mich zu den Sheriffs. Die Scheriffs sind die unanfechtbaren Könige des Landkreises. Die haben absolute Obermacht über Alles. Die können mit einem machen was sie wollen, auch wenn sie keinen wirklichen Grund haben, dann denken sie sich einen aus.
Das bringt mich wiederum zur Gesetzgebungs- und Staatsgewaltshierarchie:
Ganz oben sind die sogenannten federal law enforcement Agenten. Die werden von der höchsten Regierung won Washington D.C. aus geschickt. Die sogenannten top dogs.
Dann kommen die State Troopers, die haben die oberste Macht in den jeweiligen Staaten und sind auch Angestellte dieser Staaten.
Danach kommen die Sheriffs mit ihren Deputys, die sind die Herrscher der Landkreise.
Danach kommen dann noch die sogenannten City Cops (einfache Polizei), die haben nur was zu sagen innerhalb der Stadtgrenzen.